Sie sind hier: Archiv » 

24.11.2016: Erstmals DRK-Fortbildung für Polizisten aus Lebach

Polizisten sollen vorbereitet sein, wenn sie demenzkranke Menschen finden

Fachbereichsleiter Pflege des Roten Kreuzes Alexander Andrejzcak (links) informierte die Beamten der PI Lebach über das Thema Demenz und wurde von Wolfgang Barbian, Leiter der Polizeiinspektion Lebach, herzlich begrüßt. Foto: Kerosino

Gemeinsam mit dem Roten Kreuz im Saarland fand unter Leitung des Fachbereichsleiters für Pflege Alexander Andrejzcak, am Mittwoch eine Fortbildung der Polizeibeamten der PI Lebach statt.

Im ersten saarländischen Demenzplan, der im Dezember 2015 vom Sozialministerium verabschiedet wurde, wurde vereinbart, Mitarbeiter von Verwaltungen, im Einzelhandel, Rettungsdiensten, Banken und der Polizei zu sensibilisieren, da sie im Alltag regelmäßig mit Demenzkranken und ihren Angehörigen zu tun haben.

Gemeinsam mit dem Demenz-Verein Saarlouis hat das Deutsche Rote Kreuz (DRK) neue Schulungen für die verschiedenen Berufsgruppen konzipiert.

Hintergrund der Initiative ist, dass die Zahl der Menschen die an Demenz erkranken, im Saarland in den letzten Jahren zugenommen hat und auch zukünftig aller Voraussicht nach noch zunehmen wird. Dies hat nicht nur zur Folge, dass im Saarland immer mehr Pflegeplätze und Pflegekräfte für demenzkranke Menschen benötigt werden, dies bedeutet auch, dass immer mehr Einsatzkräfte von der Polizei in ihrem beruflichen Alltag mit dem Thema Demenz bzw. mit Menschen, die an Demenz erkranken, konfrontiert werden.

Wenn zum Beispiel demenzkranke Menschen ihren Weg nicht mehr nach Hause finden und als vermisst gemeldet werden, kommen die Einsatzkräfte der Polizei, um die Menschen zu suchen. Es gibt viele polizeiliche Einsatzsituationen, in denen die Polizei mit Demenzkranken zusammentreffen kann. Die Polizisten sollen vorbereitet sein, wenn sie demenzkranke Menschen finden und sie sollen lernen wie man sich in solche einer Situation und anderen sich verhalten soll.

Während der Schulung konnten die Polizisten auch konkrete Erlebnisse ansprechen und mit dem Kursleiter nach besseren Handlungsalternativen suchen. „Dies hier ist erstmal eine Grundschulung, die sich aber durch weiterführende Fortbildungen ergänzen lässt“, so Alexander Andrzejczak.

Quelle: Wochenspiegel/at

24. November 2016 13:10 Uhr. Alter: 4 Jahre